Mein Engagement

Seit 17 Jahren bin ich in der Kommunalpolitik in Ingelheim aktiv und regelmäßig, alle zwei bis drei Jahre, landet dasselbe Thema auf der Tagesordnung: ein kleines Grundstück im #Saalgebiet, das etwa 85 m² groß und dreieckig ist. Immer wieder wird von der Stadtverwaltung die Idee vorgebracht, auf dieser winzigen Fläche ein Haus zu bauen. Doch in all diesen Jahren wurden die Pläne, sowohl im Bau- und Planungsausschuss als auch im Stadtrat, konsequent abgelehnt.

Das Grundstück hat eine äußerst ungünstige Form und Größe. Es handelt sich um ein Dreieck und mit gerade einmal 85 m² Fläche. Ich halte es schlicht für Unsinn, hier ein Haus zu planen. Zusätzlich erfordert die Stellplatzsatzung der Stadt, dass auf jedem Baugrundstück auch ein Stellplatz bereitgestellt werden muss. Der aktuelle Entwurf sieht vor, die Garage in das Erdgeschoss des Hauses zu integrieren, was für mich nur ein weiteres Problem darstellt. Es ist doch offensichtlich, dass bei derart beschränktem Raum diese „Garage“ eher für Lagerzwecke genutzt würde, aber mit Sicherheit nicht zum Abstellen eines Fahrzeugs.

Die Stadtverwaltung argumentiert, dass hier früher ein kleines Haus gestanden habe, das im Zuge des Ausbaus des Saalgebiets abgerissen wurde. Angeblich stand es an einer so engen Stelle der Straße, dass es den Verkehr behindert habe. Ältere #Nieder-Ingelheimer bestätigen jedoch, dass die Bezeichnung „Haus“ für dieses Gebäude stark übertrieben ist. Es handelte sich vielmehr um einen einfachen Anbau, der vorübergehend als Unterkunft diente.

Ein weiterer Punkt, der bei der Diskussion oft außer Acht gelassen wird, ist die Umgebung des Grundstücks. Der Bereich rund um die Saalkirche ist vollständig gepflastert, es gibt kaum grüne Flächen. Sowohl die SPD als auch die Grünen im Stadtrat fordern immer wieder, mehr Stadtbegrünung zu schaffen, vor allem angesichts der heißer werdenden Sommer, die nach mehr Schatten verlangen. Hier haben wir eine großartige Gelegenheit, diesem Anliegen nachzukommen: Anstatt das kleine Grundstück für einen problematischen Hausbau zu verwenden, könnte es sinnvoll und einfach begrünt werden.

Ein oder zwei Bäume, vielleicht mit etwas Begleitgrün und einer Bank, und schon hätten wir einen kleinen grünen Fleck im Saalgebiet, der zur Verschönerung und zur Verbesserung des Mikroklimas beiträgt. Die Baumarten müssten natürlich entsprechend der Grenzabstände sorgfältig ausgewählt werden, doch unser Grünflächenamt ist in solchen Fragen ein kompetenter Partner, der uns dabei unterstützen könnte.

Vor einigen Jahren hat die SPD eine Kampagne zur Pflanzung von 1000 Bäumen angekündigt. Warum also nicht hier anfangen? Die Grünen propagieren ebenfalls regelmäßig, dass mehr Flächen mit Bäumen beschattet werden sollten. Hier, auf diesem kleinen Grundstück in Nieder-Ingelheim, hätten sie die perfekte Möglichkeit, ihre Vision in die Tat umzusetzen.

Es bleibt spannend, wie sich diese Diskussion in den kommenden Wochen entwickeln wird. Aus meiner Sicht wäre es ein Gewinn für die Stadt, an dieser Stelle auf Natur und Erholung zu setzen, anstatt ein unnötiges Bauvorhaben voranzutreiben, das weder praktisch noch nachhaltig erscheint.

 

Im Saal 1  

Die Forderung „Wir brauchen Bäume auf dem Stadtplatz“ wird immer wieder laut, vor allem von Bürgern, die sich mehr Grünflächen und Schatten im öffentlichen Raum wünschen. Doch gestern bei der Veranstaltung Donnerstags in der City auf dem Sebastian-Münster-Platz, konnte man hautnah erleben, welche Auswirkungen solche Bäume auf den Platz und seine Nutzung haben könnten.

Mitten auf dem Platz hatten die Veranstalter zwei große Sonnenschirme aufgestellt, vermutlich als Überbleibsel vom Nachmittagsprogramm. Obwohl sie nur für ein paar Stunden dort standen, waren die Folgen sofort spürbar. Die Schirme blockierten vielen Besuchern die Sicht auf die Bühne, was prompt für Verärgerung sorgte. Einige Gäste beschwerten sich massiv, da sie das Geschehen auf der Bühne kaum oder gar nicht mehr verfolgen konnten. Als die Schirme schließlich entfernt wurden, entspannte sich die Situation, und die Besucher konnten die Veranstaltung wieder ungestört genießen.

Dieser Vorfall wirft eine wichtige Frage auf: Was wäre, wenn tatsächlich Bäume auf dem Sebastian-Münster-Platz gepflanzt würden? Die Sonnenschirme, die gestern für Unruhe sorgten, sind im Vergleich zu Bäumen relativ klein und leicht zu entfernen. Bäume hingegen wären eine dauerhafte Installation, die nicht einfach mal so „weggeräumt“ werden könnte. Es ist offensichtlich, dass die Platzierung von Bäumen eine langfristige Beeinträchtigung der Sichtlinien für Veranstaltungen zur Folge hätte, was gerade für große Events wie „Donnerstags in der City“, die regelmäßig Hunderte von Besuchern anziehen, ein erheblicher Nachteil wäre.

Während Bäume in der Stadt ohne Zweifel eine wichtige Rolle spielen, sie spenden Schatten, verbessern das Klima und schaffen eine angenehmere Atmosphäre, sollte bei der Diskussion um Stadtbegrünung auf dem Sebastian-Münster-Platz auch die Flexibilität des Platzes als Veranstaltungsort bedacht werden. Veranstaltungen wie Konzerte, Märkte und Feste profitieren von offenen, unverbauten Flächen, die eine klare Sicht und viel Platz bieten.

Die Ereignisse von gestern haben gezeigt, dass der Platz in seiner jetzigen Form optimal für solche Events genutzt werden kann. Zwar wäre eine Begrünung durchaus wünschenswert, doch sollte überlegt werden, ob es alternative Orte gibt, die sich besser für Baumpflanzungen eignen. Auf einem so zentralen Platz wie dem Sebastian-Münster-Platz könnten Bäume, so schön sie auch wären, möglicherweise mehr Probleme verursachen, als sie lösen.

Die Moral von der Geschichte? Bäume auf öffentlichen Plätzen müssen gut überlegt sein, besonders wenn diese Plätze regelmäßig für große Veranstaltungen genutzt werden. Es gilt, einen Ausgleich zu finden zwischen ästhetischem Stadtgrün und der praktischen Nutzung der Flächen, damit beide Anliegen, Stadtbegrünung und funktionale Veranstaltungsorte, gleichermaßen berücksichtigt werden können.

 

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Die Bingerstraße ist eine der zentralen Verkehrsadern in Ingelheim und spielt eine entscheidende Rolle für den täglichen Verkehr in der Stadt. Laut einem Lärmgutachten der Stadt, das im Mai 2021 in Auftrag gegeben wurde, fahren tagsüber durchschnittlich 340 Fahrzeuge pro Stunde durch die Bingerstraße, nachts sind es etwa 130 Fahrzeuge. Der dabei gemessene Lärmpegel beträgt am Tag 67,3 dB, während der gesetzlich festgelegte Auslösewert für Lärmschutzmaßnahmen bei 67 dB liegt, also gerade einmal 0,3 dB unter dem gemessenen Wert. In der Nacht wurde ein Lärmpegel von 59,3 dB gemessen, auch hier überschreiten wir den Auslösewert (57 dB) nur leicht.

Das Schalltechnische Beratungsbüro Giering kam in seinem Gutachten zu dem Schluss, dass eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h eine rechnerische Lärmreduzierung von maximal 2,4 dB erzielen könnte. Diese relativ geringe Verbesserung des Lärms hatte zur Folge, dass das Thema nach einer Beratung im Umweltausschuss vor zwei Jahren zunächst zu den Akten gelegt wurde.

Nun wird das Thema erneut diskutiert, wobei sich die Frage stellt, ob eine Tempo-30-Zone auf Hauptverkehrsstraßen wie der Bingerstraße tatsächlich die erhofften positiven Effekte bringen würde. Ein aktuelles Gutachten des ADAC zeigt, dass in Städten, die ihre Hauptstraßen zu Tempo-30-Zonen gemacht haben, der Verkehr oft auf die Nebenstraßen ausweicht. Dies führt dazu, dass die Belastung in Wohngebieten ansteigt, anstatt den Verkehr auf den Hauptstraßen zu entlasten. Letztlich bleibt die Frage, ob die Einführung von Tempo 30 auf der Bingerstraße den Anliegern wirklich nutzt oder ob es zu einer bloßen Verlagerung des Problems führt.

Ein weiteres Argument in der Diskussion ist, dass viele Anwohner selbst ein Auto besitzen und auf eine zügige Verkehrsführung angewiesen sind. Laut Statistik besitzen 77 % der deutschen Haushalte mindestens ein Auto. Auch wenn ein Teil der Anlieger die Reduzierung der Geschwindigkeit fordert, bleibt die Frage, was die Mehrheit der Bürger tatsächlich möchte. Es ist ein bekanntes Phänomen, dass die meisten Menschen zwar den Lärm und die Belastung von Straßen, Flughäfen oder Bahnen kritisieren, gleichzeitig jedoch selbst die Infrastruktur intensiv nutzen.

Wird die Bingerstraße zu einer Tempo-30-Zone, bedeutet dies eine deutliche Verlangsamung des Verkehrsflusses auf einer der wichtigsten Einfahrtsstraßen der Stadt. Die Fahrzeiten würden sich verlängern, und es bestünde die Gefahr, dass sich dadurch ein künstlicher Stau bildet. Solche Verkehrsbehinderungen sind in anderen Städten, wie etwa in Finten, bereits tägliche Realität, und auch in der Mainzer Innenstadt stehen viele Geschäfte leer, weil Kunden lieber auf Einkaufszentren außerhalb der Stadt ausweichen, wo es keine Verkehrsbeschränkungen und ausreichend Parkplätze gibt.

Ein weiteres zentrales Argument für Tempo-30-Zonen ist oft die Reduzierung von Lärm und Umweltbelastung. Doch diese Begründung könnte in den kommenden Jahren an Bedeutung verlieren, da Deutschland das Ziel verfolgt, vermehrt Elektroautos auf die Straßen zu bringen. Elektroautos sind beim Fahren nahezu geräuschlos und produzieren keine direkten Emissionen. Wenn dieser Wandel hin zu Elektrofahrzeugen weiter fortschreitet, verliert die Argumentation für Tempo-30-Zonen in Bezug auf Lärm- und Umweltschutz deutlich an Gewicht.

Insgesamt bleibt die Frage offen, ob die Einführung einer Tempo-30-Zone auf der Bingerstraße tatsächlich die gewünschten positiven Effekte bringen würde. Die geringe Reduktion des Lärmpegels steht im Verhältnis zu den möglichen Nachteilen, die durch den verlangsamten Verkehr und die Verlagerung auf Nebenstraßen entstehen könnten. Es ist wichtig, dass bei dieser Entscheidung alle Aspekte, von der Lärmbelastung bis hin zu den Bedürfnissen der Autofahrer, sorgfältig abgewogen werden, bevor Maßnahmen ergriffen werden.

Die Verkehrssituation am Kreisel neben dem Boehringer-Parkplatz P7 birgt eine erhebliche Gefahr, insbesondere für die vielen Schüler, die täglich auf ihrem Schulweg dort entlangfahren. Aus meiner Sicht ist es nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem Unfall kommt, bei dem ein Schüler verletzt wird.

Wie komme ich zu dieser Behauptung? Hierzu eine genaue Beschreibung der Situation:

Wer von Ingelheim-West über die Bingerstraße (auch bekannt als Hochstraße) fährt, überquert die Bahngleise und erreicht schließlich den Kreisel am Boehringer-Parkplatz. Direkt am Kreisel befindet sich eine Überquerungshilfe für Fußgänger und Radfahrer. Anders als bei den anderen beiden Zu- und Abfahrten des Kreisels, die mit einem Zebrastreifen versehen sind, bietet diese Überquerungshilfe weniger Schutz und signalisiert den Autofahrern nicht deutlich, dass sie anhalten müssen.

Hinzu kommt, dass an der Zu- und Abfahrt vor dem Gelände der Rheinhessischen zusätzlich ein Zebrastreifen mit Ampel installiert ist, die vor allem von den Schülern genutzt werden sollte. In der Praxis jedoch ignorieren viele Schüler diese sicherere Route.

Da ich täglich mehrmals zu verschiedenen Tageszeiten in diesem Bereich mit dem Auto unterwegs bin, fällt mir immer wieder auf, wie riskant sich die Schüler verhalten. Besonders jene, die aus Ingelheim-West kommen, nutzen häufig die Überquerungshilfe am Kreisel, um mit ihren Fahrrädern schnell auf die andere Seite zu gelangen. Sie verlassen sich dabei oft blind darauf, dass die Autofahrer anhalten und ihnen den Vortritt gewähren. Diese Annahme ist jedoch äußerst gefährlich, da der Kreisel in diesem Bereich sehr unübersichtlich ist und Autofahrer oft nur schwer rechtzeitig reagieren können.

Die aktuelle Verkehrssituation birgt ein großes Unfallrisiko, da die Schüler nicht immer den sichersten Weg wählen und sich stattdessen auf eine Überquerungshilfe verlassen, die ihnen keinen rechtlichen Vorrang gewährt. Es ist aus meiner Sicht nur eine Frage der Zeit, bis hier ein schwerwiegender Unfall passiert, bei dem ein Schüler von einem Auto erfasst wird.

Um dieses Risiko zu minimieren, sollten dringend Maßnahmen ergriffen werden. Eine Möglichkeit wäre, die Überquerungshilfe durch einen deutlich sichtbaren Zebrastreifen zu ersetzen, der den Schülern Vorfahrt gewährt. Eine andere Möglichkeit wäre eine verstärkte Aufklärung der Schüler, insbesondere durch die Schulen, über die Gefahren an dieser Stelle und die Nutzung der Ampel an der Rheinhessischen.

Unabhängig von der genauen Lösung ist klar, dass Handlungsbedarf besteht, bevor es zu einem Unfall kommt. Die Sicherheit der Schüler sollte höchste Priorität haben, und der Kreisel am Boehringer-Parkplatz ist ein deutlicher Gefahrenpunkt, der nicht länger ignoriert werden sollte.

Öffentliche Spielplätze sollten Orte sein, an denen sich Kinder gerne aufhalten, spielen und bewegen können. Deshalb ist es mir wichtig, dass nicht nur neue Spielplätze geschaffen, sondern auch bestehende Anlagen regelmäßig gepflegt und bei Bedarf modernisiert werden.

Im Grünstreifen zwischen der Ulmenstraße und der Neisserstraße in Ingelheim-West befindet sich seit vielen Jahren ein Spielplatz, der das Wohngebiet vom angrenzenden Industriegebiet trennt. Bei einem Besuch fiel mir auf, dass sich die Anlage in keinem guten Zustand mehr befand.

Der Spielplatz bestand im Wesentlichen aus Baumstämmen und großen Steinen. Die Baumstämme waren mittlerweile stark gealtert und unansehnlich, das gesamte Gelände machte einen ungepflegten Eindruck. Vor allem aber stellte sich für mich die Frage, ob dieser Platz für Kinder überhaupt noch attraktiv war.

Ich griff das Thema deshalb im Stadtrat auf und fragte die Verwaltung, wann die Anlage zuletzt überprüft worden war und zu welchem Ergebnis diese Überprüfung geführt hatte. Gleichzeitig wollte ich wissen, ob der schlechte Zustand bereits bekannt war und ob es Planungen gab, den Spielplatz aufzuwerten.

Für mich dürfen gerade kleinere Spielplätze in den Wohngebieten nicht aus dem Blick geraten. Sie sind insbesondere für Familien mit jüngeren Kindern wichtig, weil sie wohnortnah erreichbar sind und Kindern die Möglichkeit bieten, sich draußen zu treffen und gemeinsam zu spielen.

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