Mein Engagement

Die Umstellung auf Elektromobilität sollte sich nicht allein auf den städtischen Fuhrpark und den öffentlichen Nahverkehr beschränken. Deshalb beschäftigte mich schon früh die Frage, ob auch im Ingelheimer Taxiverkehr der Einsatz von Elektrofahrzeugen möglich wäre.

Bei einem Gespräch mit Jens Schwarze vom Ingelheimer Taxiunternehmen Taxi-Jens sprach ich dieses Thema direkt an. Er konnte sich durchaus vorstellen, zunächst ein Dieselfahrzeug durch ein Elektrofahrzeug zu ersetzen. Voraussetzung dafür war aus seiner Sicht allerdings eine Schnelllademöglichkeit unmittelbar am Taxistand am Bahnhof.

Das leuchtete mir ein: Taxen verbringen einen Teil ihrer Arbeitszeit am Taxistand. Genau diese Standzeiten könnten zum Laden genutzt werden, ohne dass zusätzliche Ausfallzeiten entstehen. Eine weiter entfernte Ladestation wäre dagegen im täglichen Taxibetrieb wenig praktikabel.

Besonders interessant fand ich die Bereitschaft des Unternehmers, zunächst mit einem Elektrofahrzeug Erfahrungen im täglichen Betrieb zu sammeln. Sollte sich das Fahrzeug bewähren, bestand die Möglichkeit, schrittweise weitere Dieseltaxis durch Elektrofahrzeuge zu ersetzen.

Ich griff diese Idee deshalb gegenüber der Stadtverwaltung auf und wollte wissen, ob die Installation einer Schnellladestation direkt am Taxistand technisch möglich wäre und wie eine entsprechende Stromversorgung realisiert werden könnte. Gleichzeitig regte ich an, dass die Stadt das Gespräch mit den beiden damals in Ingelheim ansässigen Taxiunternehmen sucht, um gemeinsam nach einer praktikablen Lösung zu suchen.

Da Elektrofahrzeuge zu dieser Zeit in der Anschaffung noch deutlich teurer waren als vergleichbare Dieselfahrzeuge, brachte die CDU-Fraktion zusätzlich die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung im Rahmen der Wirtschaftsförderung ins Gespräch.

Für mich war dies ein gutes Beispiel dafür, wie Klimaschutz ganz praktisch funktionieren kann: nicht nur Ziele formulieren, sondern gemeinsam mit den Betroffenen nach Lösungen suchen, die sich auch im täglichen Betrieb umsetzen lassen.

Manchmal sind es die kleinen Dinge, bei denen kommunalpolitisches Engagement ganz unmittelbar gefragt ist. Bei einem Besuch des Friedhofs in Ober-Ingelheim sprach mich ein Bürger auf den Zustand eines alten Lebensbaums neben der Aussegnungshalle an.

Ich schaute mir den Baum daraufhin genauer an und musste feststellen, dass seine Sorge durchaus berechtigt war. Der große Lebensbaum, eine Thuja, wies bereits deutliche Trockenschäden auf. Nach meiner damaligen Einschätzung dürfte der Baum mindestens 70 bis 80 Jahre alt sein und hatte eine für diese Baumart beeindruckende Größe.

Dabei erinnerte ich mich daran, dass bereits Friedrich Först im Ausschuss für Klima und Umwelt auf den schlechten Zustand des Baumes hingewiesen hatte.

Für mich stellte sich deshalb die Frage, ob ein solch alter und prägender Baum tatsächlich durch Wassermangel verloren gehen muss. Gerade angesichts zunehmender Trockenperioden sollten wir versuchen, wertvolle alte Bäume möglichst lange zu erhalten.

Ich griff das Thema deshalb im Ausschuss für Umwelt und Klima auf und fragte die Verwaltung, ob die Schäden bekannt seien und welche Möglichkeiten es gebe, den Baum kurzfristig ausreichend zu bewässern. Darüber hinaus regte ich an zu prüfen, ob eine dauerhafte Bewässerungsmöglichkeit eingerichtet werden könnte. Eine Wasserentnahmestelle befand sich schließlich nur wenige Meter vom Baum entfernt.

Alte Bäume prägen das Erscheinungsbild unserer Friedhöfe und Grünanlagen über viele Jahrzehnte. Wo es mit vertretbarem Aufwand möglich ist, sollten wir alles daransetzen, sie zu erhalten.

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Die Bilanz des dreijährigen Pilotprojekts der Stadt Ingelheim ist ernüchternd: Seit dem Start im März 2018 wurden insgesamt 4.298 gelbe Fahrräder ausgeliehen. Das bedeutet, dass durchschnittlich nur etwa 1.433 Ausleihen pro Jahr stattfanden. Die finanziellen Ergebnisse sind ebenfalls enttäuschend. Während die Einnahmen aus den Ausleihen bei 64.137 Euro liegen, belaufen sich die Gesamtausgaben auf 313.842 Euro. Dies führt zu einem Defizit von 249.705 Euro, was pro Ausleihe Kosten von etwa 58 Euro für die Stadt bedeutet. Diese Zahlen werfen ein negatives Licht auf die Wirtschaftlichkeit des Projekts.

Die resultierende Bilanz überrascht mich nicht, da ich schon zu Beginn des Projekts die Überzeugung hatte, dass es sinnvoller gewesen wäre, direkt mit E-Bikes zu starten. Die Topografie Ingelheims ist für die schweren Fahrräder von MVGmeinRad, die oft als unhandlich empfunden werden, schlichtweg ungeeignet. Zudem ist zu berücksichtigen, dass fast jeder Ingelheimer ein eigenes Fahrrad besitzt, was die Notwendigkeit eines Verleihsystems in Frage stellt. Die wenigen Touristen, die sich für eine Ausleihe entschieden, konnten die Zahlen ebenfalls nicht signifikant verbessern.

Diese Ergebnisse zeigen klar, dass ein herkömmliches Fahrradverleihsystem in Ingelheim wenig sinnvoll ist. Die Stadt hat deutlich gemacht, dass das Interesse an einem solchen Angebot nicht gegeben ist. Dennoch könnte es in der Innenstadt möglicherweise eine Chance für den Verleih von E-Lastenfahrrädern geben. Diese könnten eine nützliche Ergänzung für Familien oder Gewerbetreibende sein, die größere Lasten transportieren müssen. Solche E-Lastenfahrräder könnten dazu beitragen, den innerstädtischen Verkehr zu entlasten und umweltfreundliche Alternativen zum Auto zu fördern.

Die Stadtverwaltung steht nun vor der Herausforderung, die gesammelten Erfahrungen aus dem Pilotprojekt zu analysieren und daraus Konsequenzen für zukünftige Mobilitätskonzepte zu ziehen. Es bleibt zu hoffen, dass alternative Lösungen, die besser auf die Bedürfnisse der Ingelheimer Bürger zugeschnitten sind, entwickelt werden, um ein nachhaltiges und attraktives Verkehrssystem zu fördern.

 

In die Gestaltung des Renate-Wertheim-Platzes wurde viel Geld, Arbeit und Herzblut investiert. Für mich ist dort einer der schönsten öffentlichen Plätze Ingelheims entstanden. Deshalb ist mir wichtig, dass dieser Platz auch dauerhaft gepflegt wird und seine hohe Aufenthaltsqualität behält.

Leider musste ich feststellen, dass sich insbesondere der Zustand der Rasenflächen zunehmend verschlechterte. Das Gras stand stellenweise bis zu 30 Zentimeter hoch, Löwenzahn breitete sich immer stärker aus und der ehemals gepflegte, fast teppichartige Rasen drohte nach und nach zu verschwinden.

Grundsätzlich unterstütze ich das Ziel, öffentliche Grünflächen weniger häufig zu mähen, wenn dadurch blühende Flächen entstehen und Insekten zusätzliche Nahrung finden. Für mich muss aber genau betrachtet werden, wo eine solche naturnahe Gestaltung sinnvoll ist. Auf dem Renate-Wertheim-Platz handelt es sich um intensiv genutzte Aufenthaltsflächen, auf denen sich beispielsweise Schülerinnen und Schüler regelmäßig auf den Rasen setzen oder legen.

Hinzu kam ein weiteres Problem: Einige Hundebesitzer nutzten die Rasenflächen zunehmend als Hundetoilette. Für eine Fläche, die tagsüber von Kindern, Jugendlichen und anderen Besuchern zum Sitzen und Liegen genutzt wird, halte ich das für nicht akzeptabel.

Ich habe deshalb das Thema im Bau- und Planungsausschuss aufgegriffen und die Verwaltung gefragt, warum die Rasenflächen nicht mehr ausreichend gepflegt werden und welche Möglichkeiten bestehen, den ursprünglichen Charakter der Grünanlage zu erhalten. Gleichzeitig wollte ich wissen, ob eine entsprechende Beschilderung helfen könnte, Hunde von diesen Flächen fernzuhalten, und wie mit Beschwerden der Anwohner umgegangen wird.

Ökologische Grünflächen sind wichtig. Ebenso wichtig ist es aber, bei der Gestaltung und Pflege öffentlicher Plätze deren jeweilige Nutzung zu berücksichtigen. Der Renate-Wertheim-Platz ist für mich in erster Linie ein Aufenthalts- und Begegnungsort und sollte auch als solcher gepflegt werden.

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Ich bin fassungslos, #Ober-Ingelheim hat nun endlich einen Fahrradständer für die gelben Mietfahrräder von #MVGmeinRad installiert, ohne auch nur einen Parkplatz dafür opfern zu müssen. Nun sind endlich Tatsachen geschaffen worden, der Fahrradständer steht und welch eine Überraschung, auf dem Platz vor dem alten Gymnasium.

Wir von der #CDU haben in fast zwei langen Jahren, im Bau- und Planungsausschuss immer wieder aufs Neue dieses Thema diskutiert. Für uns stand fest, es geht auf keinen Fall, das wir zwei, von den bereits jetzt schon sehr knappen Parkplätzen auf dem Ober-Ingelheimer Marktplatz, für einen Fahrradständer opfern. Unser erster Vorschlag den Fahrradständer auf den Platz vor dem alten Gymnasium zu stellen, wurde immer wieder als nicht praktikabel abgewiesen. Wenn der Fahrradständer auf dem Platz ist, kommt die Feuerwehr nicht mehr durch (beachtet bitte im Hintergrund die neue Holzhütte, die deutlich breiter ist, die stört nun auf einmal auch nicht mehr?).

Aber wie dem auch sei, der gewählte Platz ist super. Die lustigen gelben Fahrräder sorgen für einen frischen Farbtupfer auf dem Platz. Da sie ja nur sehr selten benutzt werden, fällt der eigentliche Fahrradständer fast gar nicht auf ????.

Ich möchte mich bei allen Ober-Ingelheimern bedanken, die mir im vorletzten Jahr (2018) bei meiner Unterschriftensammelaktion geholfen haben, innerhalb von zwölf Stunden 345 Unterschriften für den Erhalt der Parkplätze und die Installation des Fahrradständers vor dem Alten Gymnasium zu sammeln. Ihr habt durch eure Unterschrift/Mithilfe aktiv dazu beigetragen, Ober-Ingelheim wieder ein kleines Stück aufzuwerten. ( #CDU #Beaury )

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