Mein Engagement

Frei-Weinheim hat eine lange Geschichte und zahlreiche historische Orte, die es wert sind, für Bürger und Besucher sichtbar und verständlich präsentiert zu werden. Deshalb habe ich mich dafür eingesetzt, die historischen Sehenswürdigkeiten des Stadtteils stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

In Ober- und Nieder-Ingelheim wurden historische Punkte bereits durch Stelen und Informationstafeln gekennzeichnet. Auch für Heidesheim und Wackernheim waren entsprechende Maßnahmen vorgesehen. Für mich war deshalb nicht nachvollziehbar, warum Frei-Weinheim trotz langjähriger Bemühungen weiterhin zurückstehen sollte. Ich wollen wissen, warum die historischen Punkte in Frei-Weinheim noch nicht entsprechend ausgeschildert wurden und wann dies nachgeholt werden sollte.

Dabei ging es mir nicht allein um Stelen und Hinweistafeln. Auch der historische Ortsrundgang und die dazugehörigen Informationen sollten überarbeitet und auf einen aktuellen Stand gebracht werden. Hinweise aus Frei-Weinheim auf sachliche Fehler in den vorhandenen Informationen waren nach damaligem Kenntnisstand teilweise über längere Zeit nicht berücksichtigt worden.

Ein weiteres Anliegen ist mir eine übersichtliche und gleichberechtigte Präsentation der historischen Rundgänge aller Ingelheimer Stadtteile. Besucher sollten einfach erkennen können, welche historischen Sehenswürdigkeiten es in Frei-Weinheim und den anderen Stadtteilen zu entdecken gibt.

Für mich gehört die Geschichte Frei-Weinheims genauso zur Geschichte Ingelheims wie die Kaiserpfalz oder die historischen Sehenswürdigkeiten der anderen Stadtteile. Deshalb habe ich mich dafür eingesetzt, dass auch dieser Teil unserer Stadtgeschichte angemessen präsentiert und für Einheimische wie Besucher erlebbar gemacht wird.

Die Hafenmole in Frei-Weinheim wird gerne als eines der nördlichen Eingangstore Ingelheims bezeichnet. Wer mit der Fähre über den Rhein kommt, erhält hier einen seiner ersten Eindrücke von unserer Stadt. Für mich war deshalb schon früh klar: Dieser Bereich sollte Ingelheim auch entsprechend attraktiv präsentieren.

Meiner Ansicht nach wurde dieses Potenzial lange Zeit nicht ausreichend genutzt. Mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen könnte man ankommende Besucher auf das aufmerksam machen, was Ingelheim zu bieten hat.

Deshalb habe ich das Thema im Stadtrat aufgegriffen und die Stadtverwaltung gefragt, warum auf der Hafenmole nicht stärker für Ingelheim geworben wird. Dabei ging es mir insbesondere um Hinweise auf die Kaiserpfalz und weitere touristische und kulturelle Angebote unserer Stadt.

Auch unsere Partnerstädte und die Bezeichnung Ingelheims als „Rotweinstadt“ könnten dort sichtbar präsentiert werden. Wer mit der Fähre nach Ingelheim kommt, sollte schließlich unmittelbar erkennen können, was unsere Stadt auszeichnet.

Ein weiterer Punkt war für mich die optische Gestaltung des unmittelbaren Hafenbereichs. Ich schlug deshalb vor zu prüfen, ob beispielsweise eine zwei bis drei Meter hohe Informations- und Präsentationswand aufgestellt werden könnte. Eine solche Wand könnte den Blick auf den eher industriell geprägten Bereich teilweise abschirmen und gleichzeitig für Sehenswürdigkeiten, Kultur und touristische Angebote in Ingelheim werben.

Mir ging und geht es dabei nicht um große und kostspielige Baumaßnahmen. Oft können bereits kleine Veränderungen viel bewirken. Die Hafenmole ist für viele Besucher der erste Kontakt mit Ingelheim und dieser erste Eindruck sollte zeigen, dass sie in einer attraktiven und sehenswerten Stadt angekommen sind.

Wer möchte, dass mehr Menschen das Fahrrad auch im Alltag nutzen, muss dafür sorgen, dass die Radwege nicht nur gut ausgebaut, sondern auch bei Dunkelheit sicher nutzbar sind. Deshalb habe ich mich dafür eingesetzt, die wichtigen Radwege zwischen den Ingelheimer Stadtteilen und den angrenzenden Orten besser zu beleuchten.

Gerade im Herbst und Winter wird deutlich, wo das Problem liegt. Viele Radwege verlaufen abseits der Straßen und erhalten weder durch Straßenlaternen noch durch Gebäude ausreichend Licht. Wer morgens früh oder abends mit dem Fahrrad unterwegs ist, fährt dort teilweise durch völlige Dunkelheit.

Besonders deutlich zeigt sich dies auf dem Radweg zwischen Groß-Winternheim und Ingelheim entlang der Selz. Im Winterhalbjahr ist es dort über weite Strecken vollkommen dunkel.

Deshalb setzte ich mich innerhalb der CDU-Fraktion dafür ein, das Thema aufzugreifen. Für den Haushalt 2020 beantragte die CDU, Mittel für eine bessere Beleuchtung der Radwege zwischen den einzelnen Stadtteilen bereitzustellen. Gleichzeitig sollte geprüft werden, ob moderne und möglichst energieeffiziente Beleuchtungssysteme für diese Wege eingesetzt werden können.

Aus meiner Sicht sollten dabei insbesondere folgende Verbindungen berücksichtigt werden:

  1. Groß-Winternheim – Ingelheim entlang der Selz
  2. Heidesheim – Ingelheim entlang der Landstraße
  3. Sporkenheim – Ingelheim-West über den Sporkenheimer Weg
  4. Wackernheim – Heidesheim entlang der K12
  5. Gau-Algesheim – Ingelheim entlang der Bahnstrecke

Mir ging es dabei um eine ganz praktische Verbesserung: Radwege müssen auch dann sicher und attraktiv nutzbar sein, wenn es dunkel ist. Wer den Radverkehr fördern möchte, darf deshalb nicht nur über neue Radwege sprechen, sondern muss auch die vorhandenen Verbindungen so gestalten, dass sie möglichst ganzjährig genutzt werden können.

Zurzeit klagen alle Waldbesitzer in Deutschland über den massiven #Borkenkäferbefall und die immensen wirtschaftlichen Verluste die hierdurch entstehen. Nur die Ingelheimer klagen nicht, denn wir haben, nach Auskunft unseres Försters Florian Diehl, nur einen geringen Befall von #Borkenkäfern im Ingelheimer Stadtwald, da der #Stadtrat bereits vor über 30-Jahren beschlossen hat, den Ingelheimer Stadtwald von einer Monokultur auf einen naturnahen Wald „umzubauen“. In dieser Zeit wurde ein großer Teil der Fichten-Reinbestände in Mischwald umgewandelt, was uns heute zu Gute kommt.

In den 10 Jahren, die ich im Waldausschuss bin, haben immer wieder #Stadtratsmitglieder gefordert: „Der Wald muß Rendite abwerfen“. Ich habe davon noch nie etwas gehalten. Denn nun zeigt es sich, dass die vorrausschauende und völlig richtige Vorgehensweise unseres Försters Florian Diehl uns heute in die Lage versetzt, sagen zu können: „Wir haben nur geringe Ausfälle durch den Borkenkäfer“. Wären wir den Forderungen der „Buchhalter“ gefolgt und hätten den Wald als Profitcenter behandelt, so hätten wir jetzt die gleichen Probleme wie viele Forstämter in Deutschland.

Ich bin der festen Überzeugung, solange wir das Geld haben, um z.B. für die gelben #Leih-Fahrräder der #MVGmeinRad, die uns im ersten Jahr ca. 120.000,- Euro gekostet haben, auszugeben, ist der jährliche Zuschuss für den #Stadtwald auf alle Fälle viel besser angelegt. Denn jeder Baum den wir wachsen lassen können und nicht vermarkten müssen und jeder Baum den wir sinnvoll neu pflanzen, ist eine Investition in unser Klima und noch ganz nebenbei eine hübsche Einzahlung in das Sparbuch unserer Enkel und Urenkel, die diese Bäume dann nutzen können.

Ein gut ausgebautes Radwegenetz gehört für mich zu einer modernen und lebenswerten Stadt. Deshalb habe ich mich schon früh dafür eingesetzt, Schwachstellen im Ingelheimer Radwegenetz zu beseitigen und stark genutzte Wege in einen vernünftigen Zustand zu bringen.

Besonders wichtig waren mir dabei zwei Verbindungen: der Rad- und Landwirtschaftsweg entlang der L428 zwischen dem Schützenhaus und der Waldeckstraße sowie der Sporkenheimer Weg zwischen der B41 und dem Tulpenweg.

Beide Wege wurden schon damals intensiv von Radfahrern und Spaziergängern genutzt, waren aber in einem schlechten Zustand. Der Weg entlang der L428 war teilweise überhaupt nicht befestigt. Auch der Sporkenheimer Weg, der insbesondere für viele Menschen aus Ingelheim-West eine wichtige Verbindung darstellt, war dringend verbesserungsbedürftig.

Deshalb habe ich mich dafür eingesetzt, dass diese beiden Wege ausgebaut werden. Im September 2019 brachten Bündnis 90/Die Grünen, FWG/BLH und CDU schließlich gemeinsam einen entsprechenden Antrag in den Bau- und Planungsausschuss ein. Die Stadtverwaltung sollte Planungen für den Ausbau der beiden Wege erstellen.

Für mich war und ist dabei entscheidend: Wenn wir möchten, dass mehr Menschen das Fahrrad nutzen, müssen wir ihnen auch gute und sichere Wege anbieten. Dazu gehört nicht nur der Bau neuer Radwege, sondern ebenso die Verbesserung bestehender Verbindungen.

Genau dafür habe ich mich eingesetzt und zwar ganz konkret dort, wo Verbesserungen im Alltag der Ingelheimerinnen und Ingelheimer notwendig sind.

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