Mein Engagement

Ich danke euch allen von Herzen für euer Vertrauen und dafür, dass ihr mich mit euren persönlichen Kreuzchen bei der Stadtratswahl unterstützt habt, damit ich für weitere 5 Jahre für euch im Stadtrat tätig sein kann. Eure Wahl zeigt mir, dass ich mit meiner Arbeit und meinen Ansichten im Stadtrat wohl nicht ganz falsch liege.

Deshalb möchte ich euch auch für die kommenden 5 Jahre anbieten: Sprecht mich an, ruft mich an, schreibt mir E-Mails und lasst mich wissen, welche Wünsche, Probleme und Ärgernisse ihr habt. Es ist mir ein Anliegen, nah an den Bürgerinnen und Bürgern zu sein und eure Anliegen ernst zu nehmen. Ich werde auch in den nächsten 5 Jahren alles tun, was in meiner Macht steht, um euch zu helfen und um Ingelheim weiterzuentwickeln.

Gemeinsam können wir viel erreichen und unsere Stadt lebenswert gestalten. Ich bin dankbar für die Unterstützung und das Vertrauen, das ihr mir entgegenbringt. Lasst uns gemeinsam anpacken und Ingelheim ein Stückchen voranbringen. Danke, danke, danke!

 

Fast jede deutsche Stadt hat am Bahnhof einen Bahnhofsplatz und am Rathaus ist der Rathausplatz, auf dem Veranstaltungen und der Wochenmarkt stattfinden. Nur in Ingelheim scheint das nicht möglich zu sein. Anstelle eines Marktplatzes haben wir den Sebastian-Münster-Platz, was ich noch irgendwie gelten lasse, denn Sebastian Münster ist einer der bekanntesten Söhne unserer Stadt.

Doch den Platz vor dem Rathaus nicht Rathausplatz, sondern Fridtjof-Nansen-Platz zu nennen, erschließt sich mir nicht. Fridtjof Nansen war zwar ein bedeutender Zoologe und Polarforscher, erhielt 1922 den Friedensnobelpreis, jedoch nicht für seine wissenschaftlichen Arbeiten, sondern als Delegierter und Hochkommissar für Flüchtlingsfragen im nach dem Ersten Weltkrieg gegründeten Völkerbund. Seine Leistungen sind unbestritten, doch er war nie in Ingelheim. Warum also dieser Name für den zentralen Platz am Rathaus?

Ich hätte es sehr begrüßt, wenn, ähnlich wie bei der Namensgebung der Kulturhalle, die Bürger in diesen Entscheidungsprozess einbezogen worden wären. Eine direkte Bürgerbeteiligung, von der alle immer so gerne sprechen, wäre hier sinnvoll gewesen. Ich bin überzeugt, dass die Mehrheit der Ingelheimer für „Rathausplatz“ gestimmt hätte.

Der Name eines Platzes sollte nicht nur eine historische Figur ehren, sondern auch eine Verbindung zur Stadt und ihren Bürgern haben. Ein Rathausplatz würde die zentrale Bedeutung des Rathauses für die Stadt und die Bürger widerspiegeln und gleichzeitig ein Gefühl der Identität und Zugehörigkeit schaffen.

2019 03 30 Einweihung Brgerhaus Gro Winternheim 047

In Groß-Winternheim scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Am vergangenen Samstag wurde das neue Bürgerhaus in einer akademischen Feier offiziell den Groß-Winternheimern übergeben. Nachdem der Ortsvorsteher, die Bürgermeisterin und der Oberbürgermeister ihre Reden gehalten hatten, segneten die evangelische Pfarrerin Eva Görisch und der katholische Pfarrer Thomas Winter das neue Bürgerhaus. Ja, ihr lest richtig: Das Bürgerhaus wurde gesegnet, so wie es bei uns seit Jahrhunderten Brauch ist.

Die Segnung, inklusive Gebet und Weihwasser, dauerte etwa 10 bis 15 Minuten, und niemand der anwesenden Mitglieder der Parteien, die sich konsequent gegen eine Segnung neuer Gebäude in Ingelheim wehren, verließ den Saal. Warum auch? Es tut doch niemandem weh, wenn ein öffentliches Gebäude gesegnet wird. Wer nicht daran glaubt, kann die Feier kurzfristig verlassen oder einfach die Ohren auf Durchzug stellen.

Die konsequente Ablehnung von Segnungen ist gegenüber denjenigen, die daran glauben, kein toleranter Zug. Es ist wichtig, die religiösen und kulturellen Traditionen zu respektieren, die vielen Menschen am Herzen liegen. Eine Segnung kann als Ausdruck des Dankes und der Hoffnung auf eine positive Nutzung des Gebäudes verstanden werden, ohne dass dies für andere eine Beeinträchtigung darstellt.

Ich glaube fest daran, dass die CDU es schafft, die Segnungen in Ingelheim wieder einzuführen. Wir sollten offen für Traditionen sein, die die Gemeinschaft stärken und den Zusammenhalt fördern. In einer vielfältigen Stadt wie Ingelheim ist es entscheidend, dass wir Brücken bauen und nicht Mauern errichten. Lassen Sie uns gemeinsam einen respektvollen Dialog führen, der die verschiedenen Perspektiven und Glaubensrichtungen in unserer Stadt würdigt und einen Raum für kulturelle Praktiken schafft, die viele Menschen schätzen.

#Ingelheim, #Beaury, #CDU, #Blog, #GrossWinternheim

Die SPD habe ganz alleine ein neues Linienkonzept für den ÖPNV entwickelt, das sogar Heidesheim und Wackernheim einschließt – so konnte man es heute in einer Pressemitteilung in der Allgemeinen Zeitung lesen.

Da frage ich mich: Was habe ich in den vergangenen zweieinhalb Jahren eigentlich gemacht?

Seit dieser Zeit nehme ich regelmäßig an einem ÖPNV-Workshop im Rathaus teil, der von Bürgermeisterin Eveline Breyer geleitet wird und an dem Vertreter aller Stadtratsfraktionen beteiligt sind. Ein externes Fachbüro wurde beauftragt, ein neues Linienkonzept zu entwickeln. Gemeinsam wurden Taktzeiten beraten, Linienführungen durch die Stadtteile überarbeitet und Vorgaben für die Ausstattung der Stadtbusse festgelegt.

In zahlreichen Sitzungen wurde diskutiert, geplant, geändert und wieder neu beraten, bis schließlich ein gemeinsames Konzept für den städtischen Busverkehr stand.

Und nun erfahre ich, dass die SPD dieses Konzept offenbar ganz alleine entwickelt hat. All die Details ausgearbeitet, die Linien geplant und das Ganze durch die Ausschüsse gebracht. Hut ab! Ich bin beeindruckt.

Apropos Hut: Man sollte aufpassen, womit man ihn schmückt. Fremde Federn stehen einem selten gut. Auch dann nicht, wenn die nächste Kommunalwahl näher rückt.

 

#Ingelheim, #Beaury, #Blog, #ÖPNV, #CDU, #Linienkonzept

2018 11 09 Imker im Stadtwald

Durch meine Vermittlung haben sich der Imkerverein Heidesheim und unser Stadtförster Florian Diehl kennengelernt – und kurzerhand ein gemeinsames Projekt ins Leben gerufen.

Bei einer Einladung des Imkervereins Heidesheim erzählte mir der engagierte Vereinsvorsitzende Manfred Axtmann von einer besonderen Idee: Bienen sollten wieder möglichst natürlich und ohne menschliche Eingriffe leben können. Dazu braucht es eigentlich nur eine geeignete Behausung – und sehr viel Zeit.

Drei Mitglieder des Vereins hatten zuvor bei einem Lehrgang des Landes Rheinland-Pfalz gelernt, sogenannte „Klotzbeuten“ zu bauen. Dabei handelt es sich um künstliche Bienenbehausungen aus ausgehöhlten Baumstämmen. Ihre Ursprünge reichen weit zurück. Bereits im frühen Mittelalter nutzten sogenannte Zeidler Baumhöhlen oder ausgehöhlte Stämme für Bienenvölker. Die Zeidlerei, eine frühe Form der Imkerei und Honiggewinnung, war besonders in waldreichen Gegenden verbreitet.

Die Heidesheimer Imker suchten zunächst nach großen Bäumen im Stadtgebiet, an denen sie ihre selbst gebauten Klotzbeuten aufhängen könnten. Imker Franz Botens erklärte mir: „Da die Klotzbeuten sehr schwer sind, benötigen wir kräftige Bäume, die dieses Gewicht auch tragen können.“

In einer Höhe von etwa sechs bis sieben Metern werden die ausgehöhlten Baumstämme befestigt. Anschließend bringt der Imker ein Bienenvolk zur neuen Behausung. Wenn alles gut geht, nehmen die Bienen ihr neues Zuhause an. Von diesem Zeitpunkt an bleiben sie weitgehend sich selbst überlassen. Es wird kein Honig geerntet und auf Eingriffe in das Bienenvolk wird verzichtet. Neue Königinnen können ausschwärmen und weitere Bienenvölker gründen.

Und genau an diesem Punkt entstand meine Idee: Warum die Klotzbeuten mitten im Stadtgebiet aufhängen? Der Ingelheimer Stadtwald bietet mit seinen rund 1.200 Hektar wesentlich mehr Raum. Dort könnten die Bienenvölker weitgehend ungestört leben und sich vermehren.

Mein Vorschlag war deshalb ganz einfach: Ich bringe die Imker mit unserem Stadtförster Florian Diehl zusammen. Wenn er von der Idee überzeugt ist, könnten die Klotzbeuten an geeigneten Stellen im Ingelheimer Stadtwald aufgehängt werden.

Die Idee passte hervorragend zu einem Vorhaben, das Florian Diehl schon seit Längerem verfolgt. Er möchte im Ingelheimer Stadtwald Themenwanderwege entwickeln und damit den Besuchern unterschiedliche Aspekte von Natur und Umwelt näherbringen. Gemeinsam mit den „Vogelfreunden Ingelheim“ wurde bereits eine erste Station realisiert.

Nun kamen die Heidesheimer Imker mit ihrem ungewöhnlichen Projekt hinzu – und die Beteiligten waren sich innerhalb von zwei Stunden einig. Ganz nebenbei hatte damit auch ein weiteres Thema für den Wanderweg seinen Namen gefunden: „Wilde Bienen“.

Künftig sollen Klotzbeuten an großen, alten Bäumen im Ingelheimer Stadtwald angebracht werden. Informationstafeln entlang des Wanderwegs sollen erklären, wie die Bienen dort leben, was eine Klotzbeute ist und welche lange Tradition hinter dieser Form der Bienenhaltung steckt.

So wurde aus einer Idee des Imkervereins, einem Gespräch und der passenden Verbindung ein gemeinsames Projekt für den Ingelheimer Stadtwald.

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