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Zugunfall im Bahnhof von Ingelheim
Wir kamen gestern aus dem Urlaub zurück und wollten nur mal schnell ne Nudelbox beim Asiaten am Bahnhof kaufen, aber was muß ich da sehen: Echte Action am Bahnhof. Auf einem Rangiergleis zwischen Bahnhof und Boehringer-Gelände, waren Güterwagons aus einem Gleis gesprungen und große Container wurden mit einem riesigen Kran aus den umgefallenen Güterwagons geborgen.
Das war mal was ganz Neues. Sowas hat man bisher in Ingelheim noch nicht erlebt. Man spürte förmlich die Konzentration der Sicherungskräfte der Bundesbahn, die überall um dem Bahnhofsgelände aktiv waren. Ich muß zugeben, ich habe einen Moment gezögert ob ich Fotos machen soll, da ich die Sensationslust vieler Autofahrer, die bei einem Unfall extra langsam am Geschehen vorbeifahren, um möglichst viel „schaurige“ Details sehen zu können, vollkommen ablehne. Aber hier gab es weder Verletzte, noch schien sonst irgendetwas Schlimmes passiert zu sein. Also habe ich auch ein paar Fotos gemacht. Wie ich nun heute, am folgenden Tag, in der Allgemeinen-Zeitung lese, war mein „gerade passierter“ Unfall bereits in der vergangenen Nacht gegen 1 Uhr passiert.
Was mich aber trotzdem sehr nachdenklich stimmt, war die Information der AZ, dass es sich bei dem Inhalt der Güterwagons, um den Erdaushub der Baustelle entlang der B428 handelt. Wenn der bei der Sanierung der alten Boehringer Deponien ausgebaggerte Erdaushub, mit soviel Aufwand und Vorsicht behandelt wird, kann er ja wohl nicht so harmlos sein, wie er immer wieder der Öffentlichkeit beschrieben wird?
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Die Kommerzienrat Boehringer-Anlage liegt an 362 Tagen des Jahres im Dornröschenschlaf. Nur einmal im Jahr, am Frühlings-Weinfest am Winzerkeller erwacht sie und mutiert zu einer wunderbaren Partylocation. Ich könnte kaum einen zweiten Platz in Ingelheim nennen, der für diese Veranstaltung auch nur ähnlich gut geeignet wäre, wie diese Parkanlage.

Gestern, am Sonntag, war ich mal wieder so richtig sauer auf die deutsche Bundesbahn. Strahlender Sonnenschein, super Wetter alles fährt mit dem Fahrrad oder geht zu Fuß um das herrliche Wetter zu genießen. Am kleinen Bahnübergang in Ingelheim West stehen sich die Radler und Fußgänger die Beine in den Bauch. Die Schranke ist zu, alle paar Minuten kommt mal ein Zug vorbei aber die Schranke bleibt geschlossen. Der Bundesbahnmitarbeiter, der die Schranke per Videokamera überwacht, bleibt eisern. Nichts zu machen. Einzelne Radfahrer verlieren die Nerven und fahren Richtung Gau-Algesheim, um dort über die Bahnbrücke zu fahren. Andere umgehen die Schranken und laufen einfach über die Gleise. Kein schönes Beispiel für Kinder. Aber es passiert immer wieder. Ich warte schon seit Jahren darauf das es mal zu einem Unfall kommt. Für mein Laienverständnis kann es nicht sein, dass man nachmittags zwischen 10 und 20 Minuten am geschlossenen Bahnübergang steht und nichts passiert. Ich bin echt am Überlegen, ob es nicht einmal angebracht wäre, Unterschriften zu sammeln und eine entsprechende Eingabe bei der Bundesbahn zu machen. Sobald der erste an diesem Bahnübergang überfahren wird, wird sich ganz schnell was ändern und niemand versteht, wie es zu diesem Unfall kommen konnte.