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Handy Bild 0105Wir kamen gestern aus dem Urlaub zurück und wollten nur mal schnell ne Nudelbox beim Asiaten am Bahnhof kaufen, aber was muß ich da sehen: Echte Action am Bahnhof. Auf einem Rangiergleis zwischen Bahnhof und Boehringer-Gelände, waren Güterwagons aus einem Gleis gesprungen und große Container wurden mit einem riesigen Kran aus den umgefallenen Güterwagons geborgen.

Das war mal was ganz Neues. Sowas hat man bisher in Ingelheim noch nicht erlebt. Man spürte förmlich die Konzentration der Sicherungskräfte der Bundesbahn, die überall um dem Bahnhofsgelände aktiv waren. Ich muß zugeben, ich habe einen Moment gezögert ob ich Fotos machen soll, da ich die Sensationslust vieler Autofahrer, die bei einem Unfall extra langsam am Geschehen vorbeifahren, um möglichst viel „schaurige“ Details sehen zu können, vollkommen ablehne. Aber hier gab es weder Verletzte, noch schien sonst irgendetwas Schlimmes passiert zu sein.  Also habe ich auch ein paar Fotos gemacht. Wie ich nun heute, am folgenden Tag, in der Allgemeinen-Zeitung lese, war mein „gerade passierter“ Unfall bereits in der vergangenen Nacht gegen 1 Uhr passiert.

Was mich aber trotzdem sehr nachdenklich stimmt, war die Information der AZ, dass es sich bei dem Inhalt der Güterwagons, um den Erdaushub der Baustelle entlang der B428 handelt. Wenn der bei der Sanierung der alten Boehringer Deponien ausgebaggerte Erdaushub, mit soviel Aufwand und Vorsicht behandelt wird, kann er ja wohl nicht so harmlos sein, wie er immer wieder der Öffentlichkeit beschrieben wird?

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2018 06 26 Frühlingsfest 1Die Kommerzienrat Boehringer-Anlage liegt an 362 Tagen des Jahres im Dornröschenschlaf. Nur einmal im Jahr, am Frühlings-Weinfest am Winzerkeller erwacht sie und mutiert zu einer wunderbaren Partylocation. Ich könnte kaum einen zweiten Platz in Ingelheim nennen, der für diese Veranstaltung auch nur ähnlich gut geeignet wäre, wie diese Parkanlage.

Schade ist nur, daß diese Grünanlage das restliche Jahr über von niemanden genutzt wird. Zugegeben, bis zum Winter dieses Jahrs, war die Anlage etwas in die Jahre gekommen. Die alten Bäume haben sich sehr ausgebreitet. Der Buchsbaumzünsler hat alle Buchsbäume zerstört. Der gesamte Eindruck des Parks war dunkel und feucht.

In diesem Winter aber wurde, nach einem Stadtratsbeschluss, die komplette Grünanlage „überarbeitet“. Es wurde ein großer Baum gefällt und viele Äste an den alten Bäumen entfernt. Hierdurch ist nun alles lichtdurchflutet und freundlich. Die öden Schotterbeete sind natürlich ein Ärgernis. Aber das ist nun mal der Preis, wenn zu stark gespart wird. Ich gebe zu, ich habe auch für Einsparungen in der Grünflächen-Pflege gestimmt, muß aber reumütig zugeben, so habe ich mir das nicht vorgestellt. Diese armseligen dürren Pflanzen in einem Schotterbeet. Das sollte doch noch einmal überdacht werden. 

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2018 05 18 Einweihung Renate Wertheim Platz 001Das Zentrum der Stadt Ingelheim entwickelt sich rasant. Nicht nur neue Gebäude und Straßen, sondern auch Plätze entstehen. Gerade am letzten Wochenende (18.06.2018) wurde der neue Renate-Wertheim-Platz, zwischen Gymnasium und Mediathek, in einem Festakt eingeweiht. Aus meiner Sicht ist dieser Platz ein hervorragendes Beispiel, wie kleine Plätze modern und mit ansprechendem Grün gestaltet werden können. Das von einigen, aus meiner Sicht völlig zu Unrecht, immer wieder geforderte Grün in der Innenstadt von Ingelheim, wurde hier optisch sehr schön umgesetzt.

Ich bin glücklich darüber, dass ich die anderen Stadtratsfraktionen überzeugen konnte, dass wir anstelle der ursprünglich von Gartenplaner favorisierten Birken, Felsenbirnen gepflanzt haben. Birken sind für Allergiker ein Riesenproblem, da sie als stark allergieauslösend gelten. Felsenbirnen hingegen, haben eine ähnliche Wuchsform, lösen aber keinerlei Allergien aus. Wie mir eine Lehrerin aus dem angrenzenden Gymnasium in Nachhinein sagte, war sie äußerst glücklich über diese Entscheidung, da bereits jetzt schon im Frühjahr die Hälfte der Klassen mit Allergien kämpft. Hätten wir nun den Platz mit Birken bepflanzt, währen die Allergien der Schüler weiter verstärkt worden.

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Gestern, am Sonntag, war ich mal wieder so richtig sauer auf die deutsche Bundesbahn. Strahlender Sonnenschein, super Wetter alles fährt mit dem Fahrrad oder geht zu Fuß um das herrliche Wetter zu genießen. Am kleinen Bahnübergang in Ingelheim West stehen sich die Radler und Fußgänger die Beine in den Bauch. Die Schranke ist zu, alle paar Minuten kommt mal ein Zug vorbei aber die Schranke bleibt geschlossen. Der Bundesbahnmitarbeiter, der die Schranke per Videokamera überwacht, bleibt eisern. Nichts zu machen. Einzelne Radfahrer verlieren die Nerven und fahren Richtung Gau-Algesheim, um dort über die Bahnbrücke zu fahren. Andere umgehen die Schranken und laufen einfach über die Gleise. Kein schönes Beispiel für Kinder. Aber es passiert immer wieder. Ich warte schon seit Jahren darauf das es mal zu einem Unfall kommt. Für mein Laienverständnis kann es nicht sein, dass man nachmittags zwischen 10 und 20 Minuten am geschlossenen Bahnübergang steht und nichts passiert. Ich bin echt am Überlegen, ob es nicht einmal angebracht wäre, Unterschriften zu sammeln und eine entsprechende Eingabe bei der Bundesbahn zu machen. Sobald der erste an diesem Bahnübergang überfahren wird, wird sich ganz schnell was ändern und niemand versteht, wie es zu diesem Unfall kommen konnte.  

Im Rahmen des Umbaus der Bushäuschen im Stadtgebiet wurde im Bau- und Planungsausschuss der Wunsch von Seiten der Grünen geäußert, alle Dächer der Bushäuschen zu begrünen. Ich selbst bin, wie auch die Anderen Ausschussmitglieder der CDU, zunächst davon ausgegangen, dass diese Begrünung auf natürlichem Wege erfolgen soll, also etwa durch Wildaussaat oder ähnliche Maßnahmen, die wenig kostenintensiv und pflegeleicht sind.

Im vorletzten Bau- und Planungsausschuss wurde jedoch von der Stadtverwaltung klargestellt, dass dies nicht der Fall ist. Stattdessen bepflanzt ein Gartenbaubetrieb die Dächer der Bushäuschen von Hand und übernimmt auch die jährliche Pflege dieser Begrünung. Für die einmalige Anpflanzung zahlt die Stadt Ingelheim pro Bushäuschen 3.100,- €. Die jährlich anfallenden Folgekosten sind bislang noch nicht bekannt.

Was mich zusätzlich beschäftigt: Es gibt bisher keine Informationen darüber, ob die bepflanzten Dächer im Sommer bewässert werden oder in einem heißen Sommer einfach vertrocknen. Sollte Letzteres eintreten, müssten im Folgejahr neue Pflanzen eingesetzt werden, was erneut Kosten verursachen würde.

Ein weiterer Aspekt ist die statische Belastung. Um das zusätzliche Gewicht von Erde und Substrat zu tragen, benötigen die Bushäuschen eine deutlich stabilere Bauweise. Laut Angaben der Stadtverwaltung kostet ein normales Bushäuschen rund 19.000,- €, während die Version mit begrüntem Dach etwa 25.000,- € pro Stück kostet.

Wenn ich mir nun vor Augen halte, dass wir in Ingelheim etwa 140 Bushaltestellen haben, wobei nicht alle mit einem Bushäuschen ausgestattet sind, dann ergibt sich dennoch ein beachtlicher Gesamtbetrag. Das gibt mir zu denken, besonders in Zeiten, in denen wir alle mit unseren Ressourcen verantwortungsvoll umgehen sollten.

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